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DIG Ventures schließt dritten Fonds mit 120 Mio. Dollar

DIG Ventures hat am 1. Oktober 2026 seinen dritten Fonds mit 120 Millionen US-Dollar geschlossen, berichtet Tech.eu.

Von Elisa Nordmann, Redaktion Startuppuls: Ökosystem, Kapital, Politik, Köpfe

DIG Ventures schließt dritten Fonds mit 120 Millionen Dollar
Symbolbild: Startuppuls (KI-generiert)

DIG Ventures hat am 1. Oktober 2026 seinen dritten Fonds mit 120 Millionen US-Dollar geschlossen, berichtet Tech.eu. Der Fonds will etwa 30 europäische Startups in Pre-Seed und Seed finanzieren, die an KI-Infrastruktur arbeiten. Für Gründer in diesem Segment bedeutet das einen weiteren Ansprechpartner mit klarem Profil. Teams außerhalb dieses Bereichs konkurrieren um weniger Kapital in der Frühphase.

Wer hat entschieden, wer finanziert

Hinter dem Fonds stehen laut Tech.eu die Limited Partners Horsley Bridge, Sofina, Granite und eine US-Universitätsstiftung, die nicht namentlich genannt wird. DIG Ventures wurde 2018 gegründet und wird von Ross Mason, Melissa Klinger und Rytis Vitkauskas geleitet.

Der Fokus liegt auf AI-nativer Enterprise- und Cloud-Infrastruktur. Das bedeutet: Software, die andere Unternehmen nutzen, um KI-Anwendungen zu bauen oder zu betreiben. Keine Anwendungen für Endkunden, sondern die Schicht darunter.

Erste Lesart: Spezialisierung als Vorteil

Wer in KI-Infrastruktur arbeitet, hat mit DIG Ventures einen weiteren Ansprechpartner, der das Segment kennt und gezielt sucht. 80 Prozent der Unternehmen aus Fund II haben innerhalb von zwei Jahren nach der Investition zusätzliches institutionelles Kapital aufgebracht, berichtet Tech.eu. Das spricht für ein funktionierendes Netzwerk und eine Positionierung, die Anschlussinvestoren überzeugt.

Ross Mason, Gründungspartner bei DIG Ventures, sagte laut Tech.eu: „Die wirklich skalierbaren, verteidigungsfähigen Unternehmen werden diejenigen sein, die die Grundlagen bauen, auf denen breitere Enterprise-Software angewiesen ist." Die Aussage zeigt die Überzeugung, dass Infrastruktur vor Anwendung kommt.

Zweite Lesart: Verengung des Marktes

Jeder Fonds, der sich auf ein Segment spezialisiert, entzieht anderen Bereichen Kapital. 120 Millionen Dollar fließen in etwa 30 Unternehmen im Bereich KI-Infrastruktur. Teams, die an anderen Themen arbeiten, müssen mit weniger Geld in der Frühphase rechnen. Die Konzentration auf ein Segment macht die Finanzierung für alle anderen enger.

Wie groß die durchschnittliche Erstinvestition pro Startup ausfällt, nennt die Quelle nicht. Bei gleichmäßiger Verteilung auf 30 Unternehmen lägen vier Millionen Dollar pro Team zur Verfügung. Ob DIG Ventures diese Summe tatsächlich so aufteilt, bleibt offen.

Was das für Gründer heißt

Wer an KI-Infrastruktur arbeitet, hat mit DIG Ventures einen weiteren Ansprechpartner mit 120 Millionen Dollar. Der Fonds sucht gezielt in Pre-Seed und Seed und hat ein Netzwerk, das 80 Prozent der Fund-II-Unternehmen innerhalb von zwei Jahren zu Anschlusskapital verholfen hat.

Wer außerhalb dieses Segments gründet, konkurriert um weniger Kapital. Jeder spezialisierte Fonds verkleinert den Pool für andere Bereiche. Das bedeutet: längere Suche, mehr Absagen, engere Verhandlungen.